Beiträge von Timbuktu

    Steht die Pflanze nur in Sand oder ist da noch richtige Erde drunter? Reiner Sand wäre zu nährstoffarm.

    Wenn die Pflanze mit Parasiten zu kämpfen hat und rumkränkelt, würde ich sie entsorgen und einfach neue Paprika aussäen. Ist doch jetzt die richtige Zeit, mit der Vorkultur zu beginnen. Dann solltest du auch dieses Jahr noch Früchte ernten können.

    Einfach die Woche mal irgendwas mit (wirklich reifer) Paprika kochen und die Samen nutzen.

    :)

    Hi. In Anzuchterde hatte ich bei Alocasia-Rhizomen eine Erfolgsquote von ca. 50% im Terrarium, mit simulierten Tropenbedingungen. Davon waren allerdings schon manche beim Verkäufer vorgekeimt, dies auf Sphagnummoos. Unter normalen Zimmerbedingungen war die Erfolgsquote noch geringer. Mit etwas mehr Übung und Erfahrung dürften die Erfolgsaussichten aber größer sein. Mit Rückschlägen muss man rechnen, sollte sich aber nicht davon entmutigen lassen. Wenn du schon verschiedene Methoden gelesen hast, könntest ja auch verschiedene ausprobieren und schauen, was am besten klappt.

    Die fertige Pflanze steht dann am besten hell, aber nicht in der prallen Sonne. Substrat darf an der Oberfläche antrocknen, aber nicht ganz trocken fallen. Die Pflanze kommt aus den Tropen. Entsprechend mag sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und keine Kälte.

    Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. :) Ich habe bisher also alles richtig gemacht.

    Da bin ich echt froh. Füttern werde ich sie nicht, da ich jede Menge Trauermücken habe und sie sich selbst bedienen können. Vielen Dank nochmal.

    Das Problem mit den Trauermücken habe ich auch. Da können Carnivoren durchaus unterstützend wirken (werden das Problem aber nicht vollständig aus der Welt schaffen). Zwei Dinge, die Trauermücken anlocken sind Licht und der Geruch feuchter Erde. Eine Sumpfpflanze die hell steht wirkt also gleich doppelt einladend. In meinen Sonnentautentakeln hängen etliche Trauermücken drin. Sehr effektiv ist auch Fettkraut. Ich habe den Eindruck, die Trauermücken nutzen die breiten Blätter sehr gerne als Sonnenplatz. Wenn die Pflanze ihr carnivores Sommerlaub hat (das Winterlaub ist i.d.R. nicht carnivor), sitzt sie oft voll mit Trauermücken, die ihren letzten Platz an der Sonne gefunden haben.

    Carnivoren mögen es nährstoffarm. Im Baumarkt gibt es spezielle Carnivorenerde, falls ein Umtopfen nötig werden sollte.

    Auch mit dem Zufüttern durch Insekten sollte man vorsichtig sein, weil Carnivoren auch auf diese Weise überdüngt werden können.

    Gegossen werden sollte nur mit entkalktem Wasser. Das Gießwasser sollte vorher durch einen entsprechenden Filter. Alternativ kann auch Regenwasser verwendet werden.

    Der Standort sollte so hell wie möglich sein. Am besten auf einer Fensterbank die nach Süden zeigt.

    Da Carnivoren sehr häufig sumpfige Gebiete bewohnen, darf ruhig häufig Wasser im Untertopf verbleiben. Wenn das Wasser aus dem Untertopf verdunstet bzw. ausgetrunken ist, warte ich immer 2-4 Tage, bis ich wieder gieße (je nach Jahreszeit, im Sommer lasse ich sie kürzer trocken stehen).

    Was die Überwinterung betrifft, kann es artabhängig sehr unterschiedlich sein. Da am besten nach der jeweiligen Art googeln, sofern die Art bekannt ist.

    Insbesondere beim Sonnentau hast du gute Chancen, dass sich Blüten und dann Samen bilden. Sobald die Blüten ihre bunte Farbe verlieren und anfangen braun/schwarz zu werden, kannst du ein Blatt Papier unter die Blüten halten und diese vorsichtig schütteln oder klopfen. Rieselt ein dunkles Pulver auf das Papier, dann sind das die Samen. Diese sind staubfein. Die kannst du dann einfach auf feuchte Carnivorenerde streuen. Carnivoren sind Lichtkeimer.

    Das könnte eine der vielen Züchtungen der Begonia rex sein. Davon gibt es Sorten im dreistelligen Bereich.

    Ist eine tropische Pflanze, kommt, wenn ich mich richtig erinnere, aus Brasilien und Umgebung. Als Dschungelpflanze mag sie es warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das Klima kann am besten im Terrarium simuliert werden. Ein warmer Raum und tägliches Besprühen sollten es auch tun.

    Würde ich tun. Wenn da ein Blatt kommt ohnehin. Das könnten auch Luftwurzeln werden. Die sollten auch entsprechend an der Luft sein. Bei Bedarf wachsen die dann in den Boden rein.

    Hast du ein Foto des Sachverhalts?

    So lange die Pflanze genügend Blätter zur Photosynthese behält, kannst du sie beschneiden. Bei nur braunen Spitzen würde ich tatsächlich nur die Spitzen abschneiden, weil die Pflanze den Rest des Blatts noch verwenden kann. Ggf. können die braunen Spitzen mit einer Änderung der Pflege bzw. des Standorts vermieden werden. Es ist ja ein Hinweis darauf, dass die Pflanze sich durch irgendwas gestört fühlt. Korbmaranten können zickig sein.

    Und was die Gewaltanwendung betrifft: Abschneiden ist schon richtig. Die Stiele von Korbmaranten sitzen meist bombenfest. Selbst, wenn sie völlig vertrocknet sind.

    Ist es der Pflanze vielleicht zu sonnig an dem Fenster? Das würde erklären, warum es nur die fensterzugewandte Seite betrifft.

    Oder Parasiten, die noch nicht die gesamte Pflanze für sich entdeckt haben?

    Bei mir haben Depotnematoden (kommen in einer alginatkapsel) in Zusammenarbeit mit Carnivoren den Trauermückenbefall massiv reduziert. Wie bei Puetzinger, habe auch ich ein ordentliches Arsenal an Sonnentau, zusätzlich Fettkraut. Da sich sowohl Trauermücken als auch Carnivoren am hellen Fenster wohlfühlen, bietet sich das an. Ich habe den Eindruck, die breiten Blätter des Fettkraut werden gerne genutzt um sich (ein letztes mal) zu sonnen.

    Außerdem stehen Carnivoren gerne feucht und der Geruch feuchter Erde zieht Trauermücken an. Sie werden also gezielt zu den Carnivoren gelockt.

    Als ich noch viele Trauermücken hatte, waren die Fettkräuter oft mit ihren sterblichen Überresten übersät.


    Wichtig ist, gleichzeitig die Larven und die Imagos zu bekämpfen. Bekämpft man nur die Larven, dann legen die adulten Tiere immer nach. Bekämpft man nur die Adulten, wird man nie alle erwischen und die Reproduktion geht weiter.


    Ich begegne inzwischen nur noch sehr selten einer Trauermücke. Früher waren sie überall.


    Abdecken, wie vom Vorredner beschrieben, macht auch Sinn. Trauermücken werden auch von der dunklen Farbe der Erde angelockt. Ist diese bspw. mit Sand abgedeckt, wird das Substrat für die Trauermücken optisch uninteressant.


    Auch nicht unerwähnenswert: Trauermücken werden oft mit Fruchtfliegen verwechselt. Dabei sehen sie sehr unterschiedlich aus. Trauermücken sind einen Kopf kleiner, dunkel und schlank. Fruchtfliegen hingegen sind braun, haben meist rote Augen und eine kräftigere Gestalt. Um letztere loszuwerden, muss man einfach nur die Quelle entfernen. Bei Trauermücken jedoch benötigt man Taktik und einen gewissen Aufwand.


    Und wer nur Sukkulenten und trotzdem Trauermücken hat, der gießt zu viel. Trauermückenlarven benötigen feuchte Erde. Mit reduziertem Gießen kann man also auch was gegen Trauermücken tun.