Beiträge von Puetzinger

    Hallo GreenLeaf,

    zum Tonkegelsystem: der Tonkegel ist ein kleiner, umgekehrt kegelförmiger Becher, der 100% luftdicht mit einer Kunststoffkappe verschlossen ist. Aus der Kappe kommt der Schlauch, der im Wassergefäß hängt. Sobald der Kegel mit Wasser vollgesogen ist (er muss vorher einige Minuten gewässert werden!), ist auch er luftdicht. Das Wasser im Schlauch kann also schon mal nicht abfließen, ähnlich, wie wenn man einen mit Wasser gefüllten Trinkhalm oben verschließt. Wenn man jetzt den Kegel von außen trocknet (z.B. mit einem Fön), dann saugt er sich von innen (Wasser) wieder voll (wie sich z.B. ein Bierdeckel vollsaugt, wenn er mit Wasser in Berührung kommt). Das aufgesaugte Wasser fehlt jetzt im Kegel, es entsteht ein Unterdruck und durch den Schlauch wird die fehlende Menge Wasser aus dem Vorratsgefäß geholt. Von außen "lutscht" also die Erde im Topf (später die Pflanzen persönlich über ihre Wurzeln) an dem Kegel und das Spiel wiederholt sich. Dieser Sog reicht, um Wasser aus dem tiefer stehenden Gefäß hochzubefördern. Er ist umso größer,

    - je inniger der Kontakt mit der Blumenerde ist;

    - je saugfähiger die Erde ist; ...und nach einiger Zeit...

    - je mehr die Wurzeln den Kegel umwachsen haben.


    Angenehmer Nebeneffekt: die Methode ist so sparsam, dass das Substrat nur minimal (besonders in Kegelnähe) angefeuchtet ist. Für Trauermücken z.B. wird der Topf dann uninteressant.


    Verrückt: sollte die Erde aus irgendwelchen Gründen zu nass sein, funktioniert das System sogar "rückwärts": wenn das Vorratsgefäß tief genug steht, dann wird das überschüssige Wasser aus der Erde über den Tonkegel abgesaugt und der Wasserstand im Vorratsgefäß steigt, bis der Feuchtigkeitsgehalt wieder im Gleichgewicht ist.


    ANMERKUNG: für ausgesprochen nässeliebende Pflanzen wie die meisten Fleischfresser würde ich ein anderes Verfahren wählen. Durstige Farne könnten vielleicht durch mehrere Tonkegel im Topf und ein auf gleicher Höhe angebrachtes Vorratsglas zufriedengestellt werden


    FAZIT:

    Auf nahezu geniale Weise werden hier physikalische Erscheinungen wie Oberflächenspannung, Kapillarkraft, Druck usw. in den Dienst einer bedarfsgerechten Pflanzenbewässerung gestellt, und das ohne jeden elektrischen/elektronischen/digitalen Schnickschnack.


    Sollte jemand jetzt denken, ich bekäme Provision von der Firma, dann irrt der. Ich nutze diese Teile eben schon seit Jahren und bin damit recht glücklich.


    So, genug getextet.


    Viel Spaß beim Tüfteln mit der Bewässerung.:)

    Hallo Pflanzenfreunde,

    eben hab ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Frucht davon gekostet. Sehr schmackhaft! Die Früchte präsentieren unter den 6-eckigen Deckplättchen so etwas wie Ananasstückchen aus der Dose, die man einzeln entnehmen kann. Schmecken auch ganz ähnlich. Ich habe auch mal an der weichen Unterseite der Deckplättchen geleckt. 😜 Nicht empfehlenswert! Es stichelt und brennt irgendwie sehr unangenehm. Eine Sollbruchstelle zum Pflücken gab es nicht. Habe sie am Stiel abgeschnitten. Welche Teile die Samen sind, kann ich nicht sagen. Es gibt kleine schwarze Plättchen am Grunde zwischen den "Ananasstückchen".

    Ich muss immer wieder feststellen: die Schöpfung ist großartig!


    Liebe Grüße und nochmal einen Dank an kuerzlich!

    Hey, ganz vielen Dank für die schnelle Antwort! Das hilft mir bei einer Beurteilung des jeweiligen Reifezustandes. Ich werde mich mal vorsichtig an den Verzehr wagen. Die erste Frucht ist ja offensichtlich reif. :)

    Ob ich die wohl einfach am Stiel abschneiden kann. Werde wohl mal eine gewisse Grundlagenforschung anstellen. Vielleicht gibt es ja eine Art "Sollbruchstelle".


    p.s.: danke auch für die netten Worte zu der Pflanze selbst!

    Hallo und guten Tag allerseits,

    die gute alte Monstera deliciosa in unserem Wintergarten hatte im letzten Sommer geblüht und hat vier Früchtstände auf den Weg gebracht. Nun wollte ich mal nachfragen, ob jemand unter euch schon einmal Erfahrungen mit Monsterafrüchten gemacht hat. In welchem Zustand sollte man sie ernten? Wie kann man sie ggf. lagern? Oder verwerten? Würde mich freuen, wenn jemand seine Kenntnisse weitergeben würde. Ich habe mal ein paar Bilder der Fruchtstände angehängt.


    lliebe botanische Grüße

    :)

    Trauermückenlarven benötigen feuchte Erde. Mit reduziertem Gießen kann man also auch was gegen Trauermücken tun.

    Sehr bedeutender Aspekt!

    An anderer Stelle hatte ich schon über ausgesprochen gute Erfahrungen mit Bewässerung über hohle Tonkegel berichtet, die über einen dünnen Schlauch (nicht als Flaschenaufsatz!) aus einem (tiefer bis gleich hoch stehenden!) Gefäß das Wasser unmittelbar an den Wurzelballen transportieren, und zwar genau in dem von der Pflanze benötigten Maß. Dabei bleibt die Substratoberfläche quasi trocken. Die Pflanzen entnehmen das benötigte Wasser mehr oder weniger unmittelbar dem feuchten Tonkegel. Über den im Kegel entstehenden Unterdruck wird das entnommene Wasser aus dem Vorratsgefäß nach"gesaugt", vergleichbar mit Transpirationssog. Das Verfahren ist nicht mit Tropfbewässerung o.Ä. zu verwechseln, weil Wasser nur nachgeführt wird, wenn es auch gebraucht wurde.


    Liebe Grüße und noch einen schönen Abend!

    Hallo ihr Lieben,

    das Thema ist schon ein paar Monate her, aber vielleicht finden ja doch Interessierte noch diesen Beitrag.

    Trauermücken müssen ja zur Eiablage an die Erde rankommen und umgekehrt müssen die geschlüpften fertigen Tiere wieder an die Luft. Daher habe ich den Gießrand der betroffenen Töpfe mit mehreren Lagen feinkörnigem Kies aufgefüllt (wenn ich mich recht erinnere, ca. 3-4mm Körnung), sodass die Tierchen nicht durch die Lücken passen (die Steinchen sind für die Mücken rechte Felsbrocken!). Ebenso kann man ihnen den Zugang über evtl. Übertöpfe oder Untersetzer verwehren.

    Mittlerweile habe ich ein ziemliches Arsenal an Sonnentau herangezogen, sodass ich außerdem bei Bedarf überall diese Insektenfänger dazwischenstellen kann. Die paar Trauermückchen, die es dennoch schaffen, sind dann eine willkommene Mahlzeit.

    Hey danke, kuerzlich, für die anerkennenden Worte vom Experten. :) Das gute Stück hat in seinen 40 Jahren schon einiges mitgemacht und auch ein paar Narben davongetragen. Ist mir aber immer treu geblieben.


    Alles Gute für den Tag! :thumbup:

    Hallo Montha,

    ich wollte nur nochmal nachfragen, wie es dem Elefantenfuß geht. Du fragtest noch nach Größe und Tiefe der Schale. Ich häng mal ein Foto von unserem an. Da kann man sehen, mit wie wenig Platz (im Verhältnis) die klarkommt. Die Schale hat in echt 60cm Durchmesser. Für die Pflanze ist das nicht vielmehr als ne Felsspalte. Der dicke Fuß ist ja der eigentliche Wasserspeicher.

    In der Hoffnung, dass deine Pflanze wieder gut auf die "Beine" (besser: den Fuß) kommt, wünsche ich gutes Gedeihen!

    Hallo Montha,

    ich kann das, was kuerzlich sagt, nur unterstreichen. Bei uns zuhause steht eine Beaucarnea, die uns ein Freund vor knapp 40 Jahren als kleines Pflänzchen geschenkt hat. Heute ist sie größer als ich und schätzungsweise 50 bis 60 kg schwer, vielleicht noch mehr (kann sie nicht auf die Waage heben). Fußumfang an der Erdoberfläche 1,35m. Sie gedeiht besonders gut, seit ich sie nicht mehr "betüddele", also nicht dauernd denke, was ich ihr noch Gutes tun kann (was meiner Liebe zu der Pflanze keinen Abbruch tut!). Hin und wieder bekommt sie einen Schluck Regenwasser, nur so viel, dass es nicht aus dem Ablaufloch austritt, im Urlaub auch mal 3 Wochen nix. Sehr selten, wenn ich gerade dran denke und sowieso zufällig einen Schuss Dünger im Gießwasser habe, kriegt sie auch einen Spritzer ab, aber alles sehr sparsam. Eigentlich müsste man meinen, so ein Gewächs geht an Vernachlässigung ein. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die unteren, (oft Jahre) alten Blätter trocknen zwar ein, während der "Stamm" wächst. Aber das tuen sie in der Natur auch. Der Standort seit 10 Jahren im Wintergarten (SO-Ausrichtung) ist natürlich förderlich. Als Substrat habe ich ihr Sand, Lavamulch und Blumenerde zusammengemischt, ziemlich durchlässig. Ein bisschen Geröllcharakter. Oben drauf um den Fuß herum eine ordentliche Schicht nur Lavamulch.

    Der Tipp von kuerzlich mit der Sukkulentenerde ist für jüngere Wurzeln vielleicht schonender als mein "Geröll".

    Langer Rede kurzer Sinn: bei Pflanzen wie dem Elefantenfuß, denke ich, ist weniger oft mehr. Wie oben gesagt: wenig gießen (wenn, dann möglichst Regenwasser), kaum düngen. Aber hell mögen sie es gern.


    Alles Gute und viel Freude mit dem Elefantenfuß für die nächsten 40 jahre! ;)

    Ich könnte mir denken, dass Allie nach fast zwei Wochen auch angemerkt hätte, wenn ihre Pflanze nicht gut drauf ist, was sie aber gar nicht erwähnt. Vielleicht ist ja der Pilz, falls es einer ist, schlicht dabei, abgestorbenes Gewebe wieder in Mineralien zu verwandeln. Ein kleines bisschen echte Natur in der sonst künstlichen Topfkultur.


    Leute, ich muss den PC abschalten. ier ist Gewitter!


    Gute Nacht allerseits :sleeping:

    Symbiose ist ein gutes Stichwort! Man bedenke, dass ein guter Teil unserer Bäume -manche Experten vermuten sogar alle Bäume- gerade mit Pilzen in Symbiose leben. Viele sind ohne "ihren" Pilz sogar kaum überlebensfähig. Dasselbe gilt für manche Orchideen. Vielleicht gedeiht manches Pflänzchen bei uns zuhause deshalb besonders gut, weil wir, ohne es zu wissen, das richtige Pilzgeflecht mit im Topf haben?!

    Ich fände es auch interessant herauszufinden, was es mit den filzigen Kügelchen auf sich hat.

    l.G.

    Tom

    Hallo nochmal,

    ich war beim letzten Mal schon etwas arg müde. Vielleicht hätte ich noch ergänzen sollen, womit ich keine guten Erfahrungen gemacht habe.


    Es gibt bisweilen solche Tonkegel zum Aufsetzen auf Flaschen, die dann auch kopfüber ins Substrat gesteckt werden. Nimmt man eine normale Kunststoff-Wasserflasche, dann sickert ständig Wasser durch den Kegel, unabhängig vom Bedarf der Pflanze und die weiche Plastikflasche schrumpft wegen des Unterdrucks in sich zusammen.

    Eine Glasflasche gibt dem entstehenden Unterdruck in der Flasche nicht nach, sodass gar kein Wasser mehr herauskommt. (Können ja auch keine Luftblasen rein).


    Dann gibt es für Plastikflaschen auch Aufsätze mit einem Tropfsystem. Meiner Meinung nach erstmal eine ziemliche Fummelei, bis man die Tropfgeschwindigkeit einjustiert hat. Die richtet sich aber leider nicht nach tatsächlichem Bedarf, sondern plätschert munter vor sich hin, anfangs, bei voller Flasche schneller, mit sinkendem Wasserspiegel immer langsamer. Für den Druckausgleich muss man ein kleines Loch in den Flaschenboden bohren (lt. Bedienungsanleitung).


    Für die Blumentöpfe im Garten hab ich mir mal so ein Solar-Bewässerungs-Teil zugelegt. Sollte über einen Ansaugschlauch aus dem Teich (selbsgebastelter Filteraufsatz) die Töpfe bewässern. Draußen kann das überschüssige Wasser ja ablaufen. Als wir aus dem Urlaub kamen, hatte sich das zentrale Schläuchlein gelöst (Hitze? Nachbars Katze?...). -> Rasen punktbewässert, Blumen vertrocknet.


    Tja, da hats der Kaktusfreund im Urlaub am besten. Vor der Abreise nochmal ordentliche Regenzeit und dann sorgenfrei sechs Wochen verreisen!


    p.s.: Nur kurz zum Getränkefass im obigen Beitrag:

    der Schlauch endet natürlich auf der Wasseroberfläche und bestimmt damit auch die Höhe des Wasserspiegels. Wollte es nur gesagt haben, sonst bin ich am Ende noch für Schäden verantwortlich. ;)


    Einen schönen Abend wünsche ich euch


    l.G. Tom

    Hallo Tina,

    so ganz gut sind die nicht zu erkennen. Guck doch mal, ob die Tiere im Flug die Beine hinten deutlich runterbaumeln lassen. Dann ist es mit einiger Sicherheit irgendeine Feldwespenart. Sehr harmlose Vertreter ihrer Zunft. Die sind bei längerer Trockenheit auch gerne Gäste in großer Zahl bei uns am Gartenteich. Der Link von kuerzlich oben ist auch sehr aufschlussreich. Da kann man mal sehen, dass Wespe noch lange nicht Wespe ist.

    Viel Spaß beim Bestimmen und Beobachten!


    Gruß Tom

    Hallo Green Leaf,

    ich experimentiere auch seit Jahren mit bedarfsgerechter automatisierter Bewässerung. Im Idealfall sollte die Pflanze selbst bestimmen können, wieviel Wasser zugeführt werden soll.

    Dafür habe ich (im Urlaub, wenn es nicht unbedingt schön sein soll) gute Erfahrungen mit Weinflaschen (Glas!) gemacht. Flasche randvoll mit Wasser, mit dem Daumen zuhalten und kopfüber in die (vorher gut gegossene) Erde im Blumentopf stecken. Je tiefer sie steckt, umso sparsamer wässert sie. Beispiel: Flaschenöffnung 5cm unter der Erdoberfläche. Die feuchte Erde an der Flaschenöffnung verhindert das Einströmen von Luft in die Flasche, also kann erst dann Wasser nachströmen, wenn der Boden in 5cm Tiefe wieder Luft führt ("trocken"ist). Dann steigen einige Luftbläschen in der Flasche auf und dieselbe Menge Wasser rinnt aus der Fl.-Öffnung -> Boden feucht -> Luftverschluss an der Öffnung-> Wasser Stop -> Pflanze "trinkt" -> Erde führt mehr Luft -> Bläschen steigen auf -> Wassernachschub usw.. Die Wasserzufuhr hängt also vom "Durst" (und natürlich auch von Verdunstung usw.) der Pflanzen ab.

    Nach einem ähnlichen Prinzip versorge ich mein durstiges Fensterblatt mit einem 15Liter Wasservorrat aus einem Getränkefass aus stabilem(!) Kunststoff mit "Zapfhahn".

    Allerdings versorgt sich die Pflanze über ihre umgewandelten Luftwurzeln aus einem wassergefüllten Glaszylinder. Das System habe ich als Zeichnung im Anhang hochgeladen.

    Genauso kann ich meine Fleischfresser versorgen, weil ich den Wasserspiegel im Untersetzer immer auf dem gleichen Niveau halte. Im Urlaub kommen alle in einen großen "Untersetzer", eine Kunststoffbox.

    Sehr erfreuliche Erfahrungen mache ich tatsächlich mit dem Blumat-System mit Tonkegeln. Dabei trinkt eine ganze Gesellschaft von Blumen aus ein und demselben Gefäß. s.Anhang. Ich empfehle aber dringend, die Bedienungsanleitung genau zu befolgen!

    Einige Pflanzen umwuchern den feuchten Tonkegel mit der Zeit so stark, dass man ihn kaum noch aus der Erde heraus bekommt. Ob dabei kalkiges Wasser ein Problem wird? Ausprobieren! Im besten Falle scheidet sich sogar etwas Kalk ab, was für die Pflanzen weicheres Wasser bedeuten würde. Und die Kegel alle paar Monate mit Essigwasser wieder entkalken, ist auch kein großer Aufwand. Da ich selber ganzjährig Regenwasser verwende, kann ich leider nicht mit Erfahrungen dienen.

    So, das war ein langer Aufsatz. Ich hoffe, es ist die eine oder andere Anregung dabei.

    L.G

    Tom

    Ich habe mir vor einigen Wochen eine mittlere Monstera im Bauhaus-Baumarkt-Gartencenter gekauft, die hat schon 3 oder 4 neue Blätter gekriegt, seit 3 oder 4 Wochen tut sich da nix mehr, mal abwarten, ob sie noch neu austreibt.

    Hallo MatziAC

    Deine hat ja vielleicht stramm losgelegt. Hatte bestimmt einen baumarktbedingten Wachstumsstau! Jetzt muss sie erst mal verschnaufen. Nur aufpassen mit dem Gießen. Ich tendiere nämlich dazu, wenn nix kommt, zu viel zu gießen. Da muss ich mich echt beherrschen. Ich nehm dann auch sicherheitshalber einen Untersetzer statt Übertopf. Dann hab ich bessere Kontrolle, wenn Wasser unten rauskommt.


    LG und alles Gute für deinen Schützling!

    Tom

    Na, herzlichen Glückwunsch, Vaschi! Das hört sich ja gut an.

    Die Sache mit der "Strohhalmtechnik", also die Luftwurzeln im Wasserkübel hat super Vorteile für mich. Da das Gewächs ca. 1/2 bis 1Liter Wasser täglich verbrät (im Sommer im Wintergarten, trotz Beschattung), käme ich mit dem Gießen kaum nach. So kann ich im Urlaub ein zusätzliches Fass anschließen, was den Glaskübel automatisch immer nachfüllt. Dann trinkt die Monstera ausschließlich "mit Strohhalm", besser: mit Strohhalmen.
    Es stimmt, man merkte dem Ableger schnell an, dass er in Wirklichkeit schon viele Jahre alt ist. Er hat zwar lange gebraucht, bis er die ersten Würzelchen bekam, hat dann aber sofort losgelegt mit immer größeren Blättern, und auch die Blüte ist ja wohl ein Zeichen für ein Alter von über 10 Jahren. Daher der gedrungene Wuchs. Die unteren 10 Blätter habe ich ja schon nach und nach entfernt. (11 waren es, um genau zu sein). Schön ist, dass man jetzt unter dem Blätterdach sitzen kann. Daher werde ich sie so lassen. Ich denke nur, irgendwann werde ich sie im Wachstum begrenzen müssen. :(

    So, dann wünsche ich ganz viel Freude mit den schönen Pflanzen!

    LG

    Tom


    p.s.: Das mittlere und untere Bild sind schon etwas älter, die hab ich genommen, weil man da das Glas gut sehen kann.

    Hallo Vashi,

    habe eben deinen Beitrag gesehen. vielleicht ist es ja etwas spät, jetzt noch zu antworten. Also, ich selbst hab vor Jahren in einem verlassenen Büro eine quasi tote, staubtrockene große Monstera entdeckt, an der noch genau 1 fingerdicker Seitentrieb mit einem schlaffen Blättchen in Zigarrettenschachtelgröße grün war. Dieser Trieb ist jetzt ein unteramdicker Stamm mit Blättern wie Elefantenohren, der im letzten Jahr geblüht hat und jetzt vier Früchte reifen lässt. Wenn ich deine Fotos sehe, dann wäre es doch toll, den schönen oberen Teil neu zu kultivieren. Ich selbst habe seinerzeit versuchsweise die Luftwurzeln in eine Vase mit Regenwasser geleitet und siehe da: nach einigen Wochen verzweigten sie sich und änderten ihr Aussehen. Mittlerweile ist ein 12l-Wasserbehälter aus Glas dicht durchwurzelt, sodass sie im Urlaub vollständig aus diesem Gefäß zehren kann. Ich könnte mir denken, dass man den Kopf der Monstera jetzt sogar abschneiden könnte und mit diesen Wurzeln einpflanzen.


    Wenn du bei deiner Monstera die oberen Luftwurzeln in ein Wassergefäß leiten würdest, ging das bestimmt auch. Vielleicht kann man sie sogar direkt in feuchte Erde bringen und den ganzen prächtigen oberen Teil neu bewurzeln, abschneiden und neu einpflanzen.


    LG

    Tom