HILFE - meine große Monstera scheint zu sterben (Hydrokultur)

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier, das ist mein erster Beitrag. Ich wollte um Hilfe oder einen Rat bitten, da es meiner großen Monstera nicht mehr gut geht.


    Ich habe sie Herbst 2022 per Kleinanzeigen erworben und sie steht in einer Hydrokultur. Im April 2023 bin ich umgezogen und habe sie an den hellsten Ort meiner nach Süden ausgerichteten Wohnung gestellt, aber darauf geachtet, dass im Sommer ein dünner Vorhang zwischen Pflanze und Mittagssonne steht. Im Winter kühlt der Raum stark durch die Altbaufenster ab, daneben steht eine Heizung die viel heizen muss, da ich in dem Raum arbeite. Anfang Sommer 2023 hat sie auch noch ein neues Blatt in der neuen Wohnung produziert, daher dachte ich, sie fühlt sich wohl. Aber jetzt über den Winter hat sie fast 70% ihrer Blätter verloren. Es waren hauptsächlich alte, aber große Blätter.


    Nun meine Fragen: Hat sie Probleme mit der Heizung? Mit der Kälte? Sind die Wurzeln unten verfault oder gestorben? Es wirkt als könnte sie keine Nährstoffe mehr aufnehmen über die Hydrokultur unten im Topf.


    Über einen Rat was ich tun sollte, wäre ich super froh, da mir die Pflanze schon ans Herz gewachsen ist.


    Vielen Dank und viele Grüße

  • Lass uns wichtige Punkte abklären.


    Wie kalt ist kalt in Grad? Also direkt am Fenster. Die Heizung brummt wie heftig? Ist da viel umgewälzte Luft?


    Lässt sich die Dichtigkeit durch Dichtbänder erhöhen? Ist das schon erwogen worden?


    Der Ballen scheint mir komplett durchwurzelt. Da wird nicht mehr viel an Puffer dran sein. Was ist das für ein Granulat?


    Ich habe folgenden Vorschlag: einkaufen gehen. Ein geeignetes Gefäß für Hydrokultur (ohne Löcher natürlich) entsprechend groß. Der Wurzelbereich muss darin bequem stehen können mit einer gewissen Reserve an Raum. Dazu einen Sack Blähton/Leca.


    Die Sache aus dem Topf befreien. Wird Widerstand geleistet, mit einem langen Messer einmal im Kreis an der Topfwand durchstechen. Nicht mit Gewalt rupfen, das muss sich ohne Gegenwehr aus dem Topf entnehmen lassen. Altes Granulat nach Möglichkeit abschütteln und entsorgen.


    Wurzeln kontrollieren. Machen die einen guten Eindruck, nix auf Verdacht abschneiden. Das passt dann schon.


    Austopfen geht leichter wenn der Topf liegt. Topf drehen, dazu an die Wand klopfen/schlagen und so lockern. Im Ernstfall mit dem Messer nachhelfen.


    Danach alles neu einsetzen und angiessen am Maximum. Zusätzlich den Wasserstandsanzeiger säubern, die verstopfen mit der Zeit gerne durch eindringende Wurzeln oder sonstige Ablagerungen.


    Wenn noch was unklar ist, bitte gerne fragen.

  • Hi, vielen Dank für die Antwort!


    Also ich glaube hier an der Fensterfront im "Erker" wird es ohne Heizung schon sehr kalt. Ich denke Nähe Fenster geht es vielleicht runter bis auf 15-16 Grad.


    Dichtungsbänder sind bestellt, werde ich anbringen.


    Die Heizung ist schon sehr am rackern gegen die einziehende kalte Luft der Altbaufenster.



    Zitat

    Ich habe folgenden Vorschlag: einkaufen gehen. Ein geeignetes Gefäß für Hydrokultur (ohne Löcher natürlich) entsprechend groß.


    Die Pflanze steht in einem Lechuza-Topf, denkst du der passt an sich noch und aus dem rausholen und kontrollieren und wieder neu reinplatzieren oder ganz neues Gefäß?


    Vielen Dank

  • Das Volumen im Topf dürfte mittlerweile zu gering sein. Ja, ich würde einen größeren kaufen. Auch wenn das grade so noch irgendwie passt, in 1 oder 2 Jahren ist dann das Problem akut und es muss nochmal gewerkt werden. Wenn das System Lechuza soweit passt und es keine Beschwerden dabei gibt, gerne und natürlich auch mit einem solchen Material arbeiten.


    15 oder 16 Grad Raumtemperatur bei kalt einfallender Aussenluft ist schon ein Problem. Das sollte unbedingt behoben werden. Weil sie sowas einfach überhaupt nicht aushalten.


    Viel Erfolg mit der Operation :)

  • Hallo


    Lechuza ist keine Hydrokultur und sollte auch nicht dazu gemacht werden. Wie wurde gewässert? Steht sie in reinem Pon? Was ist mit dem Moosstab passiert? Das untere Ende verfault?

    So wie ich es sehe, ist es ein Lechuza-Topf ohne Innentopf, also nur mit einem innenliegenden doppeltem Boden. Insofern muss man sie wirklich aus dem Topf nehmen, um an das Reservoir zu kommen. Aber ich denke, hier ist es sowieso nötig, die Wurzeln anzusehen.

    Zu kalt sollte es nicht werden, aber ausgepflanzte Monsteras in Florida oder New South Wales halten da schon einiges aus. (Luft-)Kälteschäden sollten sich gleichmäßig an den Blättern zeigen.

    Ich würde über Kopfstecklinge nachdenken.

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