Geigenfeige - finde das Problem nicht

  • Hallo zusammen,


    Ende März wurde unsere wunderschöne geigenfeige geliefert.


    Seit sie da ist, habe ich teilweise schon Albträume, dass sie mir alle Blätter verliert.


    Ich finde das Problem nicht. Ich gieße diese vielleicht 1x in 3 Wochen, erstaunen sie, besprühen 1x in 4-5 Woche mit Wasser.

    Wenn ich den Finger in die Erde stecke, finde ich nicht, dass diese zu nass oder zu trocken ist. Normal halt (also eher trockener als zu nass aber man fühlt eine Art "Feuchtigkeit")


    Seit wir sie haben, hat sie 9 Blätter verloren.


    Die Blätter wurden Gelb und fielen teilweise ab oder ich habe diese dann abgemacht. Sorry, hab heute gelesen, dass sollte man nicht machen. Mach ich ab jetzt nicht mehr.


    Ich sehe keine Schädlinge auf den blättern. Sie hat sehr kleine, winzige braune Punkte. Diese sind über das ganze Blatt verteilt. Ich habe versucht sehr genau drauf zu schauen, ich sehe keine Krabeltierchen o.ä.


    Teilweise sind die eher "kleineren" Blätter verkrümmt.

    Wenn ich aber die Feige gieße, hat sie 4-5 Tage später sofort wieder ein gelbes Blatt...


    Was mach ich falsch?


    Standort ist beschatteter Wintergarten, sonst ist hier pralle Sonne und ich glaub, mir sind schon paar Blätter verbrannt... oder so ähnlich.


    Eine befreundete Floristin meinte, es sei alles in Ordnung (ich weiss aber nicht, ob Floristen sich mit Pflanzenkrankheiten auskennen)

    Ich finde, ihre Blätter sind auch nicht so dunkel oder glänzend, wie ich im Internet so bei den anderen sehe


    Das Granulat ist nur zur Deko auf der Erde.

    Ich habe auch eine Erde für Palmenpflanzen gekauft und eine ca. 10cm hohe Schicht auf die alte Erde drauf gestreut (wurde vom Verkäufer so empfohlen) und drüber dann das Granulat draufgelegt.



    Mir liegt diese Pflanze SEHR am Herzen!

  • Vorschlag, auch wenns weh tut, austopfen und sich die gedachte/geglaubte Feuchte oder Trockenheit im Ballen anschauen. Wie gut ist der Ballen durchwurzelt? Ist noch deutlich Substrat zu sehen? Oder gibts da ausser Wurzeln nicht mehr viel?


    Ich gehe davon aus, dass bei 29 Grad einfach dauerhaft das Wasser fehlt, da wird ja verdunstet und jede drei Wochen ein bisschen Wasser ist bei der Größe entschieden zu wenig. Deswegen den Ballen anschauen und dann wissen.......


    Zusätzlich halte ich die Schattierung für nicht vorteilhaft, weil es dadurch komplett dunkel ist. Für eine Pflanze zu dunkel. Sie sollte durchaus Sonnenlicht und nach Möglichkeit (in den warmen Jahreszeiten) im Wintergarten auch Luftzirkulation haben, vollsonnig volles Brett ist nicht gut. Morgen- und Abendsonne werden gerne genommen. Lässt sich die Schattierung per Zeitschaltuhr oder Computer einstellen?


    Letztendlich denke ich, dass durch ein bisschen Feinschliff die Probleme in den Griff zu kriegen sind.

  • Danke,


    Sie steht jetzt schon im Wintergarten. In der Früh wird gelüftet.


    Als wir diese gekauft haben, fand ich schon, dass da relativ viele kleine Wurzel an der Oberfläche zu sehen sind. Ich fragte auch, ob wir diese umpflanzen sollten (jetziger Topf ist 50cm Durchmesser) und die Dame im Geschäft meinte, nein, da es 1. Der Pflanze zu stressig wird (wegen Umzug Ende März zu uns in dem Wintergarten) und es komplett ausreicht, wenn wir einfach immer wieder neue Erde draufschütten. Dann müssten wir nicht umpflanzen. Die Pflanze ist mit Topf ca. 2.80M hoch


    Denkt ihr, wenn wir die jetzt umpflanzen, dass die nicht noch mehr Schaden davon nimmt?


    Ich könnte schon morgens und abends die Beschattung des glasdaches wegfahren. Ist keine Zwitschaltuhr, muss manuell gemacht werden.


    Ich habe da eher Angst, dass die mir von zu viel Licht verbrennt. Meine, diese gelben, trockenem Stellen an den unteren Blätterseite waren bei Ankunft der Pflanze nicht da.

  • Sie steht jetzt schon im Wintergarten. In der Früh wird gelüftet.

    Das ist gut, ein Lob :)


    Eine Pflanze im Topf wickelt sich ihre Wurzeln mit der Zeit um sich selber und irgendwann ist da einfach kein Platz mehr und sämtliches Substrat ist aufgebraucht. In einem solchen Zustand verhungert eine Pflanze und verdurstet gleich mit. Es braucht Raum für die Wurzeln und es braucht Substanz = taugliches Substrat.


    Den Spruch der netten Dame mit "anhäufen genügt", bitte sofort aus der Erinnerung löschen und nie wieder dran denken. Ich hätte immer noch die Idee, topft aus und schaut Euch das an. Wer weiss wie lange der Ficus so schon steht und nein, der Stress mit umtopfen ist im Vergleich zu ausgelutschtem alten Substrat nix. Das packt der schon. Umtopfen, gründlich angiessen, an seinen fixen Platz stellen und dort so lassen. Sie wollen nicht ständig von links nach rechts gezerrt und nach Möglichkeit noch gedreht werden. Ist unnötig und hilft der Pflanze nicht.


    Lässt sich altes Substrat am Ballen abschütteln oder abklopfen, so das bitte machen. Keine Gewalt anwenden. Es sollte ausreichend Platz im Topf sein, wird das zu eng und zu einem quetschen und stopfen, dann größeren Topf kaufen. Umgetopft werden sollte alle 2-3 Jahre, in der Zwischenzeit muss ausreichend Luft an Volumen sein. Direkt nach der Operation gründlich giessen, das ist wichtig wegen Setzung vom Substrat und Halt vom Ballen im Topf. Gegebenfalls Substrat auffüllen. 6-8 Wochen danach nicht düngen. Der ist vorrätig im Substrat.


    Bei recht heissen Tagen macht eine teilweise Schattierung Sinn, komplett geschlossen halten würde ich das nicht, weil Tageslicht so ca. 8-10 Stunden vorhanden sein sollte. Nach entsprechender Eingewöhnung und Gewöhnung an den Sommer, vertragen die Ficus recht viel an Sonne. Wie gesagt, volle Sonne würde ich vermeiden, das ist vermutlich für alle Beteiligten nicht wirklich angenehm unter Glas.


    Wenn noch was an Infos fehlt, bitte hupen.

  • Hallo Larik,


    Wenn ich mir die Blattunterseite von Bild 5 anschaue, sehe ich die gleichen schwarzen Punkte(Eier) wie bei meinem Hibiskus. Findest du auch solche Tierchen wie meine?

    Gründliches abspülen der Blattunterseite in der Badewanne entfernt zumindest einen Teil der Schädlinge. Feucht abwischen auch.

    Bei wenigen großen Blättern ist das machbar. Beim Hibiskus mit 100ten von Blättern und einer zweiten Pflanze unwesentlich kleiner, die auch befallen ist, komme ich nicht auf einen grünen Zweig.

    Hast du die Möglichkeit zum Mikroskopieren?


    Ich möchte meine Schädlinge bestimmen.

    Momentan finde ich nichts darüber im Net.


    MfG

    Erwin

  • Ich habe jetzt das Granulat von der Oberfläche entfernt und die Erde war sturztrocken. Die hat sogar gestaubt.


    Die Planze ist in einem Topf, der unten Löcher hat. Dieser Topf steht auf dem Granulat in einem Übertopf. Hab jetzt die Pflanze sehr gut gegossen, so dass das überschüssige Wasser unten ablaufen konnte und das Granulat ist jetzt unten nass (den 2. Tag schon, bei 30° Hitze)


    Die ersten 10 cm. Der Erde sind schon trocken (messe ich mit dem Feuchtigkeitsmesser)

    Je weiter ich diesen stecke, desto feuchter zeigt er an.


    Nach dem Gießen sehe ich jetzt (2 Tage später) dass bei mir 11 Blätter anfangen gelb zu werden. Ich krieg die Kriese....


    Die Beschattung lassen wir komplett offen. Der Wintergarten ist eigentlich foliert und ich denke, dass es jetzt kein Problem sein sollte, dass die Pflanze direkter ohne ausgesetzt ist... aber die gelben Blätter machen mich jetzt schon fertig.

  • Eigentlich foliert....... das heisst was? Mit UV-Filter?


    Wenn ein Topfballen komplett trocken ist, dann kann das Substrat nicht sofort Wasser aufnehmen. Das meiste rinnt einfach durch. Da muss etappenweise gegossen werden, ziehen lassen und wieder Wasser drauf.


    Blattwurf passiert nicht sofort. Da braucht es vorher ungünstige Umstände und als Reaktion darauf entwickeln sich gelbe Blätter. Solche Prozesse hören auch nicht sofort und schlagartig wieder auf. Ist eine Problematik angerollt, dann braucht es seine Zeit bis sich alles wieder beruhigt und eingependelt hat.


    Wie hart ist das Giesswasser? Blattverfärbungen derart können von der Wasserhärte kommen und entwickeln sich auch erst über ein gekipptes Kleinklima im Topf. Ist Euer Leitungswasser hart, dann bitte über eine Mischung von destilliertem Wasser mit Leitungswasser nachdenken. Oder, so vorhanden, Regenwasser verwenden. Das wäre die beste Variante.

  • Unser Wasser ist hart und sehr kalkhaltig.


    Ich kann auch mit destiliertem Wasser (haben einen Entfeuchter für Wäsche im Waschraum stehen) gießen.


    Wäre es dann besser?


    Folie ist einfach matt, kein UV Schutz

  • Ich kann auch mit destiliertem Wasser (haben einen Entfeuchter für Wäsche im Waschraum stehen) gießen.

    Wie funktioniert sowas?


    Ich besorge mir selber immer 5l Kanister destilliertes Wasser und verwende das für bedürftige Pflanzen. Sowas kostet nicht die Welt und ist wirklich hilfreich.

    Ich mische 2 Teile Leitungswasser und 1 Teil destilliertes. Bei wirklich hartem Wasser lässt sich auch 1:1 mischen.

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