Jap. Zierkirsche - Krank oder Schädlinge?

  • Liebe Gemeinde


    Habe eine jap. Zierkirsche im Garten, die jedes Jahr im Sommer komplett verkahlt.


    Allein an den Astspitzen sind letzte grüne Blätter, alle anderen hängen braun verwelkt von den Zweigen.


    Im Frühjahr blüht sie sehr schön und meist auch üppig.


    Danach lassen sie irgeendwelche Tierchen - zu sehen sind tagsüber keine - oder eine Krankheit sehr alt aussehen.


    Hat jemand eine Idee, was es sein könnte?


    Herzlichen Dank im Voraus :)

  • Gibts Fotos von der Patientin? Gerne Aufnahmen von den Triebspitzen. Also einer einzelnen Triebspitze. Das hilft bei der Suche nach Ursachen.


    Danke vielmals ;)

  • Wie schaut das jetzt genau aus? Der Befall ist an den Spitzen zu finden und da trocknet es ein? Oder andersrum? Die Spitzen sind grün und der Rest kahl?


    Ist in der Blühphase nochmal Frost drüber? Nasskalt und nächtliche Minusgrade? Wo mich der sich wiederholende Termin jedes Jahr eher nicht auf Frost schielen lässt.

  • Andersherum. Alles kahl. Mit Ausnahme einiger weniger grüner Spitzen.


    Frost könnte schon drüber sein, das kann ich nicht ausschliessen.


    Aber irgendwie verkahlt der Busch eher schrittweise. Bei Frost wäre doch wahrscheinlich alles auf einmal kaputt?

  • Nein, Frost verursacht nicht unbedingt einen schlagartigen Laubverlust.


    Ich würde unter Monilia nachschauen und Bilder betrachten. Weil eben die sich wiederholenden Entwicklungen jedes Jahr für mich nach einem Zyklus von eben der Monilia ausschaut und in Folge immer mehr durch Reinfektion langsam aber sicher eingeht.

  • Gut, ich würde die Fotos an eine Baumschule schicken und dort um Sichtung bitte. Obstbauern haben ein weit besser geschultes Auge auf solche Geschichten.

  • Ich befürchte hier sind mehrere Pilzinfektionen am Werke.


    Wenn hier jedes Jahr wieder die Sporen zb Konidien ins Holz, Blüten, Blatt eindringen können, ist das eine neverending story und führt im schlimmsten Fall zum kompletten Absterben.


    Obstbaumschule ist ein gute Tipp, da die Schadbilder zT sehr komplex und überschneidend sind und ohne Begutachtung vor Ort usw sowieso kaum eine Bestimmung vorgenommen werden kann.


    Bloß ne Frage am Rande: Wie lange ist das schon, dass der im Sommer verkahlt? Kannst Du mal ein Bild von der Rinde am Stamm und vom diesjährigen Holz nachschießen?

    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

  • Okay. Harzt der Baum viel? Bildet der überhaupt ein Stadium von Fruchtkörper (reif, unreif, völlig egal) aus? Bleiben die Blätter dann hängen bis zum nächsten Jahr? Wie tief wurde der Baum gesetzt?


    Da kann schon auch ein Frostschaden mit drin sein. Je nach Klima muss ein frostgeschützter Standort gewählt werden. Das wird hier vermutlich hinzu kommen. Zusätzlich sind vor allem Standorte, wo es häufige Niederschläge gibt, problematisch. Hier helfen nur lichte Kronen (wg abtrocknen, Luftzirkulation) oder in Staulagen ein Regenschutz.


    Monilia ist das jedenfalls nicht (ausschließlich).

    Ein Schnitt ist jedenfalls anzuraten, aber da bin ich kein Experte für.


    Gab es schon Anfrage bei einer (Obst-)Baumschule?

    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

  • Der Baum - ist eher ein Busch - harzt nicht, keinesfalls viel.


    Früchte wachsen jedenfalls dieses Jahr überhaupt keine. Würde mich auch wundern, nachdem die Blüten erforen sind.


    Geschnitten wurde er sozusagen ganz normal jährlich. Von einem Gärtner.


    Zu viel Regen dürfte kaum das Problem sein. Frost schon. Der Busch steht im Garten. Wie kann ich ihn da vor Frost schützen? Doch abdecken?

  • Die Früchte, die er vormals entwickelt hatte, waren die deformiert, faulig, unreif, schimmelig, gesprenkelt? Oder waren die trotz Welke "normal" oder gabs da schon Fruchtprobleme?


    Bleiben die Blätter am Baum, nachdem die welken? Wie tief sitzt der Baum/Busch in der Erde, also wo ist der Wurzelhals? War der jemals ohne (teilweise) Verkahlung? Also wie viel Jahre ist das jetzt schon so?

    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

  • Wenn er Früchte hatte waren die ok. Waren wie von mir von einer Zierkirsche erwartet so kleine Dinger, aber ok.


    Die Blätter bleiben nicht wirklich dran. Schon eine gewisse Zeit. Aber wenn sie ganz "verwelkt" sind, fallen sie auch ab.


    Wie tief der Busch in der Erde sitzt kann ich beim besten Willen nicht sagen. Das hat ein Gärtner gemacht. Ich hänge ein Foto an, vielleicht hilft das?


    Der Busch verkahlt jedenfalls von ganz unten bis ganz oben. Einzelne Zweige bilden die Audnahme in allen "Etagen".


    Bemerkenswert ist vielleicht, dass die belaubten Zweige auf der Süd-West-Seite des Busches sind. Womöglich da, wo er mehr Wintersonne abbekommt?

  • Das Bild ist schwarz, aber ich unterstelle dem Kollegen, dass er den nicht zu tief gesetzt hat. Ist der auf ne andere Kirsche oä gepfropft?


    Wie sah das Fruchtfleisch von der Farbe her aus?


    Passiert das mit dem Abreißen der Rinde auch jedes Jahr? Das sind halt so ungünstige Stellen, wo gerne was reinkommt. Meist frostbedingt.


    Es kann schon sein, dass die sonnenexponierten Zweige hier die Vermehrung bremsen, wird schnell trocken und warm. Auf der anderen Seite können so exponierte Stellen vA im Winter auch schlecht sein. Weißanstrich am Stamm hat ja gerade auch den Effekt, dass sich hier nicht unnötig was aufwärmt usw usf.


    Gibts von dem Stück noch ein Komplettbild, damit man sehen kann, wie das so aussieht mit Stämmen, Ästen usw?


    Besteht zu dem Gärtner, der den gesetzt hat, Kontaktmöglichkeit?

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  • Man kann und das wird auch im Erwerbsgartenbau so gemacht, bei drohendem Frost in der Blühphase die Knospen/Blüten mit Wasser benetzen. Das Wasser friert um die Knospen herum und schützt sie so vor der Kälte.


    Oder aber Fackeln in der Umgebung aufstellen und so Bodenwärme erzeugen. Wird auch gemacht. Es ginge auch eine großzügig bemessene aufgestellte Plane oder ähnliches als Schutz an der Wetterseite.


    Wie tief sind die Temperaturen seinerzeit ausgefallen? Und wie hoch waren sie vorher?

  • Hab ich nicht gemessen. Aber zuerst warm genug, dass der Busch getrieben und geblüht hat. Und dann kalt genug für 2-3 Tage Schnee.


    Also vermutlich um die +10 Grad aufwärts und dann schon bis -5 Grad. Nachts vielleicht sogar noch etwas kälter.

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