Rose sieht ungesund aus

  • Hallo liebe Rosenfreunde


    Ich bin neu hier und wir haben ein Problem bei einer von unseren beiden Rosen. ;( Irgendwie hat sie eine Krankheit oder ein sonst ein Problem. Wir haben die Rosen schon ein paar Jahr und überwintern sie immer korrekt und sie erblühen immer super schön. Dieses jahr haben wir nach dem Auspacken festgestellt, dass sich Mehltau gebildet hat. Den haben wir sofort bekämpft und anschliessend die Rosen gedüngt.

    Irgendwie hat das aber nicht viel gebracht, da sie jetzt nach unserem Urlaub immer noch Krank erscheint. Die ersten drei Fotos sind vor dem Urlaub (vor ca. 2 Wochen). Kann uns jemand weiterhelfen? Zum Teil verfaulen die Blätter, sind Gelb oder wachsen gar nicht erst. Bei de anderen Rose haben sich schon Knöpfe gebildet :love:

    Gruss Chris



  • Ich möchte hier ein paar Fragen stellen, weil ich verschiedene Punkte verdächtig finde.


    Wie tief ist das Pflanzgefäß? Welches Substrat wird verwendet? Ist das Sackware?


    Die Rosen sind nicht gut beieinander, das wird so bei den jetzigen Bedingungen auch nicht besser werden. Wobei sich der Zustand ändern liesse, sollte sich grundsätzlich was tun.


    Danke für entsprechende Informationen.

  • Ok, merci vielmals. Rosen sind Tiefwurzler, sie haben eine Pfahlwurzel. Bei der geringen Tiefe verbiegt sich die Wurzel, sie funktioniert so nicht korrekt.


    Ich würde zu einem explizit ausgesuchten tiefen Gefäß raten, eines das mindestens 50cm tief ist. So etwas gibt es in schlanken Versionen, das sind nicht zwingend riesige Trümmer. Maße von 40x40 breit und mind. 50 tief wären sehr von Vorteil. Es darf aber auch tiefer ausfallen, weil eine solche Wurzel durchaus 60cm und mehr in die Tiefe gehen kann.


    Dann der nächste und wichtige Punkt. Das auch für den Fall, dass andere Stimmen etwas komplett anderes erklären und erzählen. Rosen sind Starkzehrer. Sie brauchen gehaltvollen Boden, also wirklich gewachsenen Oberboden, den man sich aus dem Garten (dem eigenen, dem der Verwandtschaft, dem der Nachbarschaft oder Baugruben) abschöpft und im entprechenden Gefäß verfüllt. Es dürfen keine größeren Gesteinsteile dabei sein und auch sonst nicht verklumpen. Gewachsener Boden hält Nährstoffe besser, heizt nicht so leicht auf, verhindert im Winter schlimmeres und besitzt auch eine andere Qualität der Wasserspeicherung.


    Werden die Rosen dann passend tief getopft - Veredelung muss unter der Erde einige Zentimeter tiefer sitzen - dann ergibt sich recht schnell ein anderes Bild.


    Bei Fragen bitte fragen.

  • Vielen Dank für deine super Antwort.

    Das heisst, dass eigentlich nur solche Runden Töpfe in Frage kommen?

    Dann wird das ganze Gefäss mit gewachsenen Oberboden befüllt? Oder nur einen teil? Muss die Veredelung immer unter der Erde sein?

    Sorry, für die vielen Fragen :blush:

  • Kein Problem. Vorher gefragt ich nachher nicht geweint :)


    Die Topfform ist egal, es geht um die Tiefe. Letztendlich liesse es sich auch nach dem Modell Hochbeet was machen, Sorte Eigenbau. Corpus basteln, mit Folie auskleiden und hinein mit den Rosen.


    Wie gesagt, die Tiefe ist wichtig. Es lassen sich auch 10cm Drainage einbauen (sollte das Gefäß im Regen stehen), für meine Begriffe muss das sonst nicht sein. Da gehen die Vorlieben und Meinungen aber auseinander. Der Rest sollte mit gewachsenem Boden aufgefüllt werden. Auch hier gilt, jeder wie er mag, man kann das jetzt benutzte Pflanzensubstrat druntermischen.


    Die Veredlung ist die Stelle am Übergang zwischen Wurzeln und oberirdischen Trieben. Die verdickte Stelle, die gedachte Mitte. diese Verdickung muss immer unsichtbar sein.

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