Was fehlt dem Drachenbaum?

  • Mein Drachenbaum macht seit dem Umtopfen im Frühjahr komische Dinge.


    Er hat ein paar Blätter verloren, das ist okay. Seit ca 6 Wochen werden aber auch die anderen Blätter von unten beginnend an der Spitze gelb, dann ganz gelb und fallen ab. Die Blätter der Triebspitze sind extrem trocken an den Enden.
    An den Blattachseln sind merkwüdige Verschrumpelungen, die Blätter sind wellig und beim Drüberstreifen bemerkt man so kleine Knubbel, die sich anfühlen, als ob dort Wassereinlagerungen sind.
    Das ist nur bei einem Schopf so, der andere bekommt "nur" braune Spitzen und gelbe Blätter.
    Richtig erholt scheint er sich vom Umtopfen nicht zu haben. Es kommen zwar sehr verhalten neu Blätter, die sich aber von selbst sehr schwer entfalten (ab und zu entrolle ich zwei, drei Blätter) und die Spitzen sind sehr trocken.
    Der Standort hat sich nicht verändert, die Wurzel ist okay, es ist nichts faulig, er steht nicht zu nass, Substrat ist schön durchlässig und Schädlinge kann ich nicht erkennen.


    Der Gute steht bei 70-80% Luftfeuchte, 23-25°C, das Licht ist gerade etwas wenig, weil die Sonne zu selten scheint, aber im Winter hat er noch weniger und das schafft er auch.


    Daneben steht noch ein anderer Drachenbaum, der exakt dieselbe Behandlung bekommt und der wächst besser nach dem Umtopfen und sieht gut aus.


    Vielleicht weiß jemand einen Rat.

  • Ist nach dem umtopfen gründlich gegossen worden?


    Also, ist ein Trockenschaden auszuschliessen?


    Ansonsten hab ich hier keinen Plan, bedauerlicherweise.

  • Gegossen habe ich ihn nach dem Umtopfen. Das Umtopfen ist jetzt auch schon einige Monate her und seit letzter Woche hat sich das deutlich verschlechtert und die Blätter wirken eher, als ob sie Wassereinlagerungen haben. Die Blattrippe ist dick ohne Ende und es sind die Knubbel und das Wellige, die mich ein wenig irritieren.


    Trotzdem Danke. Ich habe das auch noch nie bei der Art gesehen und hoffe, dass es evtl nur eine Reaktion auf die Wärme ist, die Ende Juni hier war.

    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

  • Wie immer bei solchen Sachen, schreib einen botanischen Garten an und schick die Fotos mit. Die kennen sich da aus und können genau das wie und warum benennen.


    Viel Erfolg und berichte bitte über die Diagnose.

  • Hier mal ein Update, nachdem ich längere Zeit mit dem Botanischen Garten in Kontakt stand.


    Wir haben uns darauf verständigt, dass die Pflanze wieder ins Freie gehört. Der Baum stand nämlich bis vor ein paar Jahren im Freien. Daran scheint der Baum sich wohl gewöhnt zu haben und mit der Zeit ist er wohl in der Wohnung immer schwächer geworden, so dass er nun eine der Triebspitzen verliert, weil es an der Südseite trotz ganztätiger Sonne ihm zu dunkel ist. Das Neutopfen hat wohl dazu geführt, dass er für die Lichtverhältnisse zuviel Stickstoff hatte.


    Bedeutet, dass er dann nächstes Jahr wieder nach draußen umziehen und den Winter im Kalthaus verbringen wird. Auch wenn ich hoffte, der Schlepperei entgehen zu können, komme ich nicht drum herum.
    Der Pflanze wird es dann hoffentlich wieder besser gehen.

    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

  • Update: Nach knapp zwei Jahren haben sich alle Probleme erledigt. Das Umtopfen hat er überwunden, es ist kein Trieb abgestorben und seit einigen Monaten bildet er neue Triebe aus. Da kommt in diesem Jahr noch einiges dazu. Ich glaube, mittlerweile ist er um die 20 Jahre alt und ich habe dieses Jahr nur die obersten 20cm im Topf erneuert.


    Wenn etwas wächst, gibt es auf der anderen Seite etwas anderes, das wächst auch...nur negativ.

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